Bericht über den 16. Distanzritt

am 22.Sept. 2002 auf dem Gestüt Haselrode in Gangelt/ Hastenrath

Unser diesjähriger Distanzritt um die Rheinische Meisterschaft für Islandpferde fand erstmalig auf dem Gestüt Haselrode in Gangelt/Hastenrath statt. Der Gestütsleiter Josche Wilms, ein Mitglied unseres Vereins, hatte schon im Vorfeld durch sein starkes persönliches Engagement dafür gesorgt, dass diese Veranstaltung zu einem Höhepunkt der diesjährigen Saison wurde.
Zahlreiche, weithin sichtbare Nationalfahnen machten auf die Veranstaltung aufmerksam und wiesen ankommenden Teilnehmern und Besuchern den Weg.


Am Samstag, dem Vortag des eigentlichen Distanzrittes, fand eine Fohlen-FEIF statt, auf der über 20 Stuten mit ihren Fohlen vorgestellt wurden. Hier konnte man sich vom hohen Niveau der Islandpferdezucht in unserer Region überzeugen. Beurteilt wurden die Fohlen von Andreas Trappe, der schon zum wiederholten Male für die Fohlenbeurteilung im Kreis Heinsberg gewonnen werden konnte.

Interessant für alle Anwesenden war ebenfalls der gleichzeitig organisierte Fohlenmarkt.
Dazu waren auf dem weitläufigen Gelände des Gestüts zahlreiche Paddocks angelegt, in denen Fohlen des Gestüts, aber auch Pferde und Fohlen anderer Züchter zum Verkauf angeboten wurden.
Durch die vielen anwesenden Islandpferde wurde eine Atmosphäre geschaffen, in der unter den Islandpferdefreunden so manch informatives Gespräch entstand und etliche neue Kontakte geknüpft wurden.

An dem am Nachmittag stattfindendem Züchterstammtisch konnte dies bei erstklassiger Versorgung durch Getränkestand und Grill noch intensiviert werden.

Am Abend füllte sich das Gelände erst richtig. Viele Islandpferdeleute nutzten die angekündigte ''Isi Fete'' zum Erneuern alter Bekanntschaften. So kreisten die Gespräche nicht nur um das Thema Islandpferd und Distanzritt sondern streiften alle Bereiche des täglichen Lebens.
Passend zum Motto ''Rheinische Meisterschaft'' gab es Live Musik mit der Rheinischen Mundartband ''Määt Nix'' und ein umfangreiches Buffet in dem unter anderem Rheinischer Sauerbraten zur Auswahl stand.

Am Sonntagmorgen, nach einem ausgiebigen Frühstück, den Formalitäten an der Meldestelle und einer tierärztlichen Untersuchung der Pferde gingen die fast 40 Reiter, von denen einige auch aus den benachbarten Niederlanden und Belgien kamen, an den Start.

Erste Vorbereitungen am Start

Die Reiter konnten zwischen zwei Streckenlängen wählen. Die kurze Strecke betrug 25 km, die Rheinische Meisterschaft wurde jedoch auf der Strecke mit 45 km Länge entschieden.
Jeder Ritt bestand aus zwei Runden, so dass die Reiter nach der halben Distanz wieder an Start und Ziel ankamen. In der halben Stunde Zwangspause wurden die Pferde erneut vom Tierarzt untersucht und die Pulswerte gemessen. Danach ging es auf zur zweiten Runde. Am Ziel angekommen fanden wieder Untersuchung und Pulsmessung statt, sowie nach 2 Stunden ein abschließender Tierarzt-Check. Nur Pferde, die hier einen einwandfreien Gesundheitszustand zeigten, kamen in die Wertung des Rittes.
Die Platzierung würde anschließend aus Reitzeiten und Pulswerten errechnet.

Tierarzt Ben Horsmanns untersucht die Pferde
Auf der 45km Strecke ...

Trotz starker Konkurrenz kamen diesmal die Sieger in beiden Ritten aus unserem Verein.
Die Rheinische Meisterschaft gewann zum dritten Mal in Folge Andrea Langers aus Krefeld auf Jón vor ihrer Stallgefährtin Julia Schamun auf Rökkva. Die beiden benötigten für die 45km nur etwas mehr als vier Stunden. Dritte wurde Marion Schmitz aus Jülich auf Svala.

Den Ritt über 25km gewann Marion Heindorf-Wiesenhöfer aus Willich auf Alsvinnur. Es folgte Peter Schnock aus Korschenbroich auf Drengur. Platz drei belegte Alexandra Kaufmann aus Grevenbroich auf Gylfi.

... kurz vor Vinteln
Pulsmessung in der Pause
Ein drohendes Unwetter wartete freundlicherweise bis die letzten Reiter am Ziel waren
Ein Streckenposten im Feld bei Nachbarheid

Auch in diesem Jahr war es wieder den engagierten Mitgliedern des Vereins, der für den sportlichen Teil des Wochenendes zuständig war, zu verdanken, dass alles so reibungslos ablaufen konnte. Angefangen von der Ausarbeitung der Strecke, über Steckenposten, der Meldestelle, den Leuten an Start und Ziel und nicht zuletzt der Rechenstelle waren wieder viele helfende Hände da um die Veranstaltung zu einem Erfolg werden zu lassen.

An Start und Ziel, und eigentlich auf der gesamten Anlage des Gestüts Haselrode, drehte sich alles um die Pferde. Man hatte den Eindruck dass vor allem die Jugend die Liebe zum Islandpferd entdeckt hat. Viele Jugendliche kümmerten sich mehr als sorgenvoll um die Vierbeiner. Es war eine gelungene Werbung für das Islandpferd, die Meisterschaft an sich war fast schon Nebensache.
             Jochen Friedrich

Am 2km Punkt beginnt eine Strecke mit besonderer Zeitmessung
Alle Teilnehmer der beiden Ritte nach der Siegerehrung