Eifelritt 2008 in Laufeld

Der traditionelle Eifelritt fand in diesem Jahr nicht zu Ostern, sondern vom 10. bis zum 12.Mai an Pfingsten statt; und das war sehr gut so.
Bei herrlichstem Sommerwetter trafen am Pfingstsamstag Marion, Melanie, Thomas und Birgit mit Pferden und Hund Ayk im Eifeldorf Laufeld ein, wohin Andrea, Daniel, Bob und Elfra sich mit den Pferden Jon und Rökkva und Hündin Sheila schon am Freitag aufgemacht hatten.
Zuerst durften die Pferde Alsvinnur, Randver und Dama auf eine große Wiese auf der geübte Paddockbauer auch mit knappem Material eine großzügige Ecke für die Pferdedame einzäunen konnten. Und während alle Ponies Eifelgras fraßen, zauberte Marion schnell ein leckeres Mittagessen, an dem sich die Reiterinnen für den bevorstehenden ersten Ausritt stärkten.( Auch die nichtreitenden Männer wurden nicht vergessen.)
Der erste Ritt führte durch die typisch hügelige, waldige Eifellandschaft rund um Laufeld, die alle Reiter ungestört genießen konnten, da Andrea, als Ortskundige den Weg kannte und niemand Karte lesen musste.
Alle konnten sich ein wenig „beschnuppern" und an das ständige Rufen nach Terrier Ayk gewöhnen, der ansonsten gerne auf die Jagd gegangen wäre.
Nachdem die Pferde und Hund bei der ersten Bachdurchquerung ausgiebig getrunken und sich im kühlen Wasser erfrischt hatten, merkten auch die Reiter, dass sie durstig waren. Also überzeugten sie sich bei der nächsten Gelegenheit davon, dass frisches Bachwasser besser schmeckt als mitgebrachtes Mineralwasser, das in der Satteltasche mittlerweile recht warm geworden war.
Zum Abschluss dieses ersten Tages gab es noch einen kleinen Spaziergang um das nahe gelegene Holzmaar, da man in der Vulkaneifel so einen Kratersee schließlich mal gesehen haben sollte. Danach freuten wir uns auf ein Abendessen im Laufelder Hof, in dem wir einen Tisch im Biergarten reserviert hatten. Leider ließ man uns dort sehr lange warten und zu vorgerückter Stunde konnte man dann doch merken, das die Temperaturen tagsüber zwar durchaus sommerlich waren, es aber am Abend doch recht kühl war.
Am nächsten Morgen hieß es dann für alle Reiter zeitig fertig zu sein, denn pünktlich um 10.00Uhr sollte es losgehen zur Heidsmühle. Nach zweistündigem gemütlichem Ritt durch Wald und Wiesen, bergauf und bergab und mit Bachdurchquerungen erreichten wir, wieder zuverlässig geführt von Andrea, die alte Wassermühle, heute ein reichbevölkertes Ausflugsziel. Die Nicht-Reiter waren, per Auto auch schon dort und wir erfrischten uns mit kühlen Getränken aus dem Restaurant, während die Pferde im Schatten dösten.
Beim Abritt konnten unsere Isis mal wieder ihre Nervenstärke beweisen, als wir uns vorbei an riesigen doppelstöckigen Reisebussen auf den Weg zurück in den ruhigen Wald machten. Dank des frühen Aufbruchs waren wir am Nachmittag wieder zeitig in Laufeld und hatten so bis zum Abendessen noch einige Stunden Zeit in der Sonne zu sitzen oder den versäumten Schlaf der vergangenen Nacht nachzuholen.
Zum Essen im Landgasthaus Kiefernhof hatten wir diesmal vorsorglich einen Tisch im Restaurant reserviert, und mussten nicht draußen frösteln.
Und dann war auch schon der letzte Tag unseres Ausflugs gekommen. Am Montag teilte sich unsere Reitgruppe in Andrea und Elfra, die nur einen kleinen Ritt planten, um zeitig nach Hause zu kommen und Marion, Melanie und Birgit, die den Tag noch für einen langen Ritt nutzen wollten. Marion war schon einmal am Kloster Himerod, das sie zum Ziel gewählt hatte, gewesen und so dachten wir, noch mit Hilfe einer Wanderkarte, den Weg dorthin auch ohne unsere Führerin zu finden. Wieder zeitig machten wir uns auf den Weg und trabten, tölteten, passten und galoppierten in zügigem Tempo durch den Eifelwald. Hinweisschilder am Wegrand zeigten uns, dass wir auf dem richtigen Weg zum Kloster waren. Bis diese Schilder einen sehr schmalen, steilen Pfad auswiesen, den wir unseren Pferden nicht zumuten wollten. Also ging es weiter über einen breiteren Fahrweg, auf dem man flott voranreiten konnte. Und dabei haben wir dann wohl die richtige Abzweigung versäumt. Nach einigem Suchen und Herumirren wurde beschlossen wegen der fortgeschrittenen Zeit den Heimritt anzutreten, auch ohne Kloster Himerod erreicht zu haben. Trotzdem war es noch einmal ein schöner langer Ausritt. Und die richtige Abzweigung haben wir auf dem Rückweg dann auch noch entdeckt und wissen jetzt genau, wie wir im nächsten Jahr nach Himerod kommen.
Birgit Meisen