Geländeritt Mythen & Sagen 27. Juli 2008
Der alljährliche Geländeritt in und um Willich-Anrath, von Marion Heindorf und ihren bewährten fleißigen Helfern organisiert, stand diesmal unter dem Thema „Mythen & Sagen".

Zur Vorbereitung wurden von einigen Teilnehmern dafür noch mal die rudimentären Kenntnisse auf diesem Gebiet aufgefrischt, unter besonderer Berücksichtigung der nordischen Sagen, schließlich sind wir ja ein Islandpferde-Verein.


Dann gingen am 27. Juli 13 Zweierteams zu ausschlaffreundlichen Zeiten vom Anrather Reiherweg aus auf die Strecke. Regen und Gewitter hatte es schon am Vortag gegeben und so erwartete alle ein beständiger, allerdings heißer Sommertag.
Jeder Reiter erhielt ein Blatt mit Symbolen, die den zu reitenden Weg wiesen und auf drei Stationen unterwegs aufmerksam machten, an denen weitere Aufgaben auf die Teilnehmer warteten. Bei einigen Paaren gab es dann zunächst Diskussionen über das richtige Lesen der Symbole und der ein oder andere fand nicht gleich auf Anhieb den geplanten Weg. Aber letztendlich klappte es doch und jedes Paar fand zu den Posten, wo es dann galt Kreuzworträtsel zu lösen, Phantasiegeschichten zu schreiben, die Nibelungen zu malen und Fragen zu Mythen & Sagen zu beantworten. In einem, ansonsten mit Styroporschnipseln gefüllten Sack sollten Gegenstände ertastet und bei einen Ritt ein schrecklich wackelndes Ei auf einem Löffel gehalten werden.
Hier zeigte sich dann wer noch einmal das Nibelungenlied gelesen oder in der Sammlung klassischer Sagen geblättert hatte. Eifrig wurde gerätselt und gezeichnet, wobei auch ungelenke Strichmännchen akzeptiert wurden, wenn sie denn mit den richtigen Namen beschriftet waren. Auch die Phantasiegeschichte musste nicht literarisch wertvoll sein, wenn sie denn nur die vorgegebenen Begriffe enthielt und einigermaßen sinnvoll war. Aber trotz bester Vorbereitung waren nicht alle perfekt und es blieben ungelöste Fragen. Oder kennt jemand den Beinamen von König Arthurs Vater oder einen Kelpie?
Nach ca. drei Stunden, einige Pferde waren trotz der Hitze und wegen der teilweise reichlich fliegenden Bremsen recht flott, andere hatten ihr Tempo temperaturbedingt etwas gedrosselt, kamen alle am Zielpunkt, der Wiese von Marions und Melanies Ponies, an.

Dort warteten dann noch einige Aufgaben auf Reiter und Pferd. Mit einem überlangen Schläger, der für manches Stockmaß dann doch recht knapp war, wurde Krocket gespielt. Dann sollten Golfbälle durch das aufgerissene Maul eines grellbunten Drachen geworfen werden, dem einige Pferde dann aber lieber nicht zu nahe kommen wollten, was das Zielen etwas erschwerte und schließlich ging es noch zum Angeln von Holzscheiben (Goldstücke) aus einem Wasserbecken.
Nachdem dies alles mehr oder weniger perfekt geschafft war, wurden noch Paddocks aufgebaut und während die Pferde sich wälzen und vor allem grasen konnten, stärkten die Reiter sich mit erfrischenden Getränken, Salaten, Würstchen und Kuchen.

Währendessen wurden eifrig die unterwegs erzielten Punkte addiert und bald gab es die Platzierungen der einzelnen Teams. Für jeden Teilnehmer gab es wieder ein schön graviertes Glas zur Erinnerung, Leckerchen fürs Pferd und ein kleines Präsent.

Nach der Siegerehrung war dann auch schon Zeit, den Heimweg anzutreten, bei den meisten Reitern mit dem Vorsatz im nächsten Jahr wieder teilzunehmen.
Bleibt nur noch zu erwähnen dass die Erstplatzierten Islandpferdereiterinnen vom Islandpferdeverein Heinsberg sind.